Standortgutachten für Deponien

Die Wahl des Standortes für eine moderne Hausmülldeponie wird nicht nur durch statische, geologische oder logistische Faktoren, sondern insbesondere auch durch genehmigungsrechtliche Rahmenbedingungen bestimmt. Dabei steht jedoch bei allen Unterschieden immer die Verhinderung bzw. Reduzierung des Sickerwasserdurchtritts in den Unterboden bzw. zu den Grundwasserleitern im Fordergrund. Der Umfang und die Kosten der Erschließung eines Ablagerungsgebietes wird somit hauptsächlich von den geologischen Verhältnissen bestimmt. Eine natürliche Lehm-Sperrschicht kann den Aufwand für die Schaffung einer „künstlichen“ Barriere bedeutend reduzieren. In einigen Ländern ist dies großteils noch ein hinreichendes Kriterium für die Standortwahl. In Deutschland werden nur noch Standorte mit natürlichen und mehrlagigen künstlichen Basisdichtungsaufbau genehmigt.

Für eine umfangreiche Standortanalyse sind jedoch eine Reihe weiterer, wesentlicher Faktoren zu überprüfen und zu analysieren. Hierzu zählen z.B. die Transportentfernung, die Transport-Logistik und Tiefe der Vorsortierung, die Standortkapazität sowie Ausbaumöglichkeit, das Deponieumfeld mit Synergie und Ausschlusskriterien, die Möglichkeit der Sickerwasserableitung -aufbereitung, Geruchs- und Geräuschbelastung, die Akzeptanz sowie die Anschlussmöglichkeit an das öffentliche Energieversorgungsnetz. Das Aufstellen einer Bewertungsmatrix sowie umfangreiche Standortuntersuchungen und - analysen sind nur mit einem umfangreichen Basiswissen sachgerecht umsetzbar.

Standortgutachten
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