Deponiegasaufbereitung und Netzeinspeisung

Ein zu hoher Schadstoffgehalt im Deponiegas (z.B. Chlor, Fluor, Schwefelwasserstoff sowie insbesondere organisches Silizium) führt nicht nur zu hohen Betriebs- sowie Wartungskosten, sondern oftmals zu katastrophalen Maschinenschäden. Der Schadstoffgehalt verändert sich zudem im Laufe des Gasbildungsprozesses sowie mit der Besaugungshöhe, wobei in Abhängigkeit von den abgelagerten Schadstofffrachten, insbesondere bei einem forcierten Gasbildungsprozess mit hohen Prozesstemperaturen eine verstärkte Schadstofffreisetzung zu beobachten ist. Altdeponien weisen dagegen oftmals nur noch eine verminderte Schadstofffracht im Deponiegas auf.

Für die Deponiegasreinigung stehen nunmehr marktreife und wirkungsvolle Reinigungsverfahren zur Verfügung. Neben der Gasreinigung durch ein kombiniertes Verfahren der Gastrocknung und Reinigung mittels mehrstufigen Aktivkohlefiltern sind auch neue Technologien am Markt verfügbar. Für die Reinigung des Deponiegases ist je nach Schadstoffbelastung des Deponiegases und Mengendurchsatz immer eine spezifische Adaption der Systeme notwendig. Ausgangspunkt sollte immer einer sachgerechte Vollgasanalyse im Vorfeld der Installation sowie (auf Grund der veränderten Schadstofffrachten im Prozess der Deponiebesaugung) durch laufende Beprobungen zu Beginn der Deponiegasverwertung bilden.

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